über mich

manchmal ist es nur ein Augenblick4

Das Schreiben begleitet mich schon mein ganzes Leben. So viel wie ich als Kind und Teenager las, so viel schrieb ich auch:
Gedanken, kleine Essays, Geschichten und natürlich emotional-ausschweifend Tagebuch. Und so hatte ich bereits als Jugendliche den romantischen Traum, irgendwann einmal Schriftstellerin zu sein. Viele Jahre lang erzählte ich meinen Freunden und meiner Familie immer wieder davon, aber die Zeit ging ohne ein geschriebenes Buch ins Land und so wirklich ernst nahm das irgendwann niemand mehr.

Nach dem Abitur führten mich meine Wege ohnehin erst einmal in andere berufliche Winkel und Ecken, die Familie wurde größer und Zeit für das Schreiben blieb nicht mehr viel. Irgendwann sah ich mich an einem Lebenspunkt angekommen, an dem ich mich fragte, was denn aus meiner einstigen Leidenschaft, dem Schreiben, geworden war. Und ich musste mir eingestehen, dass ich mich davon sehr weit entfernt hatte. Das wollte ich ändern.

Und so warf ich einige Gewohnheiten und Aufgaben, auf die ich getrost verzichten konnte, über Bord, schrieb mich mit 38 Jahren an der Uni ein und studierte Kulturwissenschaften mit den Fächern Literaturwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Dadurch fand ich wieder auf die Spur, die ich verloren hatte, und neben der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Philosophie, Kunst und Literatur fand ich auch zum praktischen Schreiben zurück.

Nach vielen Schreibversuchen, Veröffentlichungen unter Pseudonymen, Fehlern, die ich dabei fabrizierte, aber auch wunderbaren Erlebnissen, konnte ich in den letzten Jahren ein paar Bücher veröffentlichen und freue mich natürlich sehr darüber.

MIt Mitte 20 besuchte ich das erste Mal Norwegen. Damals wusste ich es noch nicht, aber zu diesem Land sollte sich eine große Liebe entwickeln, die bis heute anhält. Unsere regelmäßigen Familienreisen in den hohen Norden inspirieren mich immer wieder zu neuen Collagen und Texten. Einige Eindrücke unserer Touren finden sich in den Fotogalerien auf dieser Website. Viel Spaß beim virtuellen Mitreisen 🙂

Im Folgenden habe ich einige Antworten auf die Fragen, die mir immer wieder gestellt werden, zusammengetragen:

 

Woher nehmen Sie die Ideen und den Stoff für Ihre Texte?
Ideen kommen immer und überall. Wenn ich in der Natur bin, das Bad putze, Zeit mit meiner Familie verbringe, Bücher lese, Filme anschaue, mich mit Freunden oder Fremden unterhalte – einfach durch das Leben.

Warum schreiben Sie auch einen Blog mit dem Pseudonym Ella?
Als wir für unseren Sohn die Diagnose „frühkindlicher Autismus“ bekamen, stellte das unser Leben buchstäblich auf den Kopf.
Ich machte mich sofort auf die Suche nach Informationen, durchstöberte das Internet und fand die meiste Hilfe bei anderen Eltern. Ich möchte ein bisschen etwas von dem, was ich von anderen Eltern empfangen habe, weitergeben, damit nicht jeder wieder von vorne lossuchen muss.
Und ich möchte anderen gern zeigen, dass sie nicht allein mit ihren Gefühlen, Gedanken, Sorgen und Freuden sind. Zu wissen, dass es Menschen gibt, die wirklich verstehen und nicht nur verständnisvoll nicken, kann eine große Stütze sein.
Als „Ella“ schreibe ich dort, weil es nicht immer nur meine eigenen Erfahrungen sind, die ich wiedergebe, sondern auch die Erfahrung und das Erleben anderer Menschen. Außerdem möchte ich die Privatsphäre meiner Familie schützen.
Im Juni 2016 erschien übrigens ein Buch zum Blog: „Ein Kind mit Autismus zu begleiten, ist auch eine Reise zu sich selbst“. Es ist unter anderem über den Shop auf dieser Seite erhältlich.

Warum reisen Sie so gern nach Skandinavien?
Skandinavien bedeutet für mich und meine ganze Familie vor allem Freiheit.
Ich liebe die Weite des Landes, die Kontraste, die Toleranz der Menschen, die Elche, die Wale, die Fjorde, Seen und Berge. Und vor allem lieben wir es, jeden Tag mit unserem Wohnmobil an einem anderen Ort zu sein.
Zu Skandinavien werden sich noch viele Infos bei den „Fotografien und Reiseberichten“ finden.

Gibt es Ebooks von Ihnen?
Ja, „Blütenschwarz“ ist auch als ebook erschienen. „Ein Kind mit Autismus zu begleiten, ist auch eine Reise zu sich selbst“ wird voraussichtlich Ende Juli 2016 als ebook erhältlich sein.

Kann man Ihre Bilder kaufen?
Das ist in Arbeit. Nach und nach werde ich auf dieser Seite Produkte einstellen, die man dann auch kaufen kann. Ich denke an Fotografien, Collagen, Kalender und ähnliches. Auf Lesungen stelle ich bereits einige Arbeiten als Leinwanddrucke aus.

Warum haben Sie an der Universität in Hagen studiert?
Als ich begann zu studieren, war ich mit meinen 38 Jahren eher „Spätstudierende“ und musste das Studium in Familien- und Berufsalltag integrieren. Das wäre mir mit einem Präsenzstudium unmöglich gewesen, daher entschied ich mich für die FernUni in Hagen und habe diesen Schritt nie bereut. Eine ausführlichere Antwort auf diese Frage gibt das Portrait, das die FernUni über mich erstellt hat:
„Das Studium gehört mir allein“

Was treibt Sie bei Ihrer Arbeit an?
Kreativität, Hoffnung und der Sinn für das Schöne und Gute – und nicht zu vergessen: die Rückmeldungen meiner Leserinnen und Leser.
Oftmals sehe ich erst im Nachhinein, was mich antreibt. Über manches bin ich mir bis heute nicht im Klaren.

Was hat es mit dem Satz „manchmal ist es nur ein Augenblick“ auf sich?
Er drückt aus, was sich durch mein Leben zieht: einzelne Augenblicke voller Glück, Schmerz, Liebe, Traurigkeit, Inspiration, Erkenntnis, Freundschaft, Verbundenheit, Ratlosigkeit, Unsicherheit und Vertrauen. Manchmal sind es nur kleine Momente, die man viel zu oft unbemerkt verstreichen lässt. Ich denke, dass sie sehr wertvoll sind und oftmals viel mehr bedeuten als wir sofort erfassen können.
Auch in der Kunst, in der Literatur und vor allem in der Fotografie sind es doch meist nur Augenblicke, die eingefangen werden können.

Viel Freude beim Lesen und Schmökern auf meiner Website.
Wer in unregelmäßigen Abständen gern per Newsletter über Termine von Lesungen und anderen Neuigkeiten informiert werden möchte, kann sich gern dafür eintragen. Ich verspreche, dass sich die Newsletter auf eine Handvoll Ausgaben pro Jahre beschränken werden 🙂

Und das ist noch ein Blick aus meiner „Schreibstube“:

Silke Bauerfeind

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