gleich//zeitigkeit

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ein zaun trennte rauchenden tod
von angst, die im ascheregen
grenzen verwischt

niemand hat etwas gesehen

entlang neu aufgestellter zäune
betrachtet man verwundert
und schaudernd die vergangenheit
während der regen die luft
die wir immer schon atmen
von asche reinwäscht

es geschah nebeneinander
doch gleich//zeitigkeit
berührt sich nicht
sie trägt das unergründliche geheimnis
ähnlich der unendlichkeit in sich
so nah, doch nicht greifbar

nun fährt der zug
rückwärts durch das land
zurück in das ewig gleiche

niemand sieht es

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