getuschter Septemberregen

wieder liege ich seit Tagen am Boden
und starre die Tür an
durch die ich dich schickte
während meine Lider Schmerz versiegeln
heiß nass brennen

Sekunden Minuten Stunden
versunken in Sehnsucht Wut und Fragen
fühle mich entblößt
reiße verzweifelt
dein Bild aus mir

all die Zeit haftet erinnernd
streichelt unsanft zurück, was vergangen
– doch langsam – kaum spürbar –
versiegen schwarz getuschte Tränen
und mein Blick hebt sich

am offenen Fenster sitzend
rauscht nass ein weiterer Tag
der dich unaufhaltsam
abstreift und hinfort perlt
wie ein befreiender Sog in mir

vorsichtige Schritte
finden auf Grund neuen Halt
ich bin zu stark, um aufzugeben
und das Sehnen seufzt erlöst
denn es braucht dich nicht

bei deiner mitleidigen Rückkehr
stehe ich aufrecht vor dir
und mein ruhiger Blick
weist dir erneut die Tür
verletzen wirst du mich nie mehr