Geseintes Nichts

Er erscheint,
wenn ich ihn nicht sehen will,
keine Zeit, keine Nerven, keine Geduld dafür habe.
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Dann ist er plötzlich da
und treibt mich im wahrsten Sinne des Wortes
zum Gipfel stürmenden Wahn-Sinn.

Er verschwindet,
sobald ich versuche ihn zu greifen,
ihn zu betrachten, zu erklären, einzukreisen.
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Dann versteckt er sich
hinter einer unsichtbaren Gefühls- und Denkwand,
an deren Gemäuer mein Echo widerhallt.

Er existiert nur in mir,
dieser Riss, der mich von mir selber trennt,
der verhindert, dass ich mich jemals vollständig be-greifen kann.
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Er bedingt die Schlucht des Nichts in mir,
aber er ist Nichts, existiert nicht außerhalb von mir,
er ist nur, weil ich bin.